Im Jahr 2016 wurde von der Weltbank eine Studie unter dem Titel “Connecting to Compete” in Auftrag gegeben, die den Logistikdaten in 160 Staaten erhob. Deutschland nahm dabei den ersten den ersten Platz auf dem Ranking ein. Das liegt einerseits an der geografisch sehr zentralen Lage in Europa, andererseits an der ausgezeichneten Logistiktechnologie, der hohen Infrastrukturqualität und den hochqualifizierten Logistikdienstleistungen, die Deutschland anbietet.

Dabei betrug in der deutschen Güterlogistik im Jahr 2017 der Umsatz 263 Milliarden Euro. Somit ist die Logistikbranche in Deutschland hinter dem Handel und der Automobilindustrie der drittwichtigste Wirtschaftsbereich, in dem alleine in Deutschland rund 3 Millionen Menschen beschäftigt sind.

Jedoch belaufen sich nur knapp 50 Prozent der logistischen Dienstleistungen in Deutschland auf den Transport von Gütern. Einen großen Teil nehmen die Steuerung, Planung und Umsetzung in den einzelnen Unternehmen ein.

Es gibt in Deutschland rund 60.000 Unternehmen, größtenteils aus dem mittelständischem Bereich, die im Feld der logistischen Dienstleistungen tätig sind.

Die Logistikbranche Deutschlands ist nicht nur für die Versorgungsfunktion und die Beschäftigungsentwicklung des Landes von großer Bedeutung, sondern auch für die Rolle als Wirtschaftsstandort. Durch effiziente logistische Strukturen wird die weltweite Wettbewerbsfähigkeit des Außenhandels und der deutschen Industrie erhöht. Ohne effiziente Logistik würde es sich für Deutschland nicht lohnen, im eigenen Land zu produzieren und weltweit zu exportieren.

Andererseits ist auch die Logistikbranche davon abhängig, dass die Industrieproduktion in Deutschland erfolgreich ist.

Die Zukunftstrends und Langzeitziele der deutschen Logistikwirtschaft sind einerseits auch im Mittelstand die Digitalisierung voranzutreiben, andererseits liegt allerdings ein großer Schwerpunkt auf dem Umweltschutz und der Reduktion von Emissionen. Dafür sollten in Zukunft vor allem Elektroautos und LKWs mit einer Null-Emmission eingesetzt werden, Hybrid-Oberleitungen für Fern-LKWs geschaffen werden, eine noch effizientere Distribution erarbeitet werden und die PtG- (Power to Gas) und PtL-Technologie (Power to Liquid) vorangetrieben werden, die mittels Stromzufuhr ermöglicht, Wasserstoff oder Methan in Kraftsoff umzuwandeln.